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Von wegen Grün-“liberal”…

Eingereicht on 19.02.2010 – 10:47 8 Comments

Es ist klar. Von politischen KonkurrentInnen hat man Vorurteile. Drum habe ich meine nicht von persönlicher Bekanntschaft getrübte Einschätzung der grünliberalen Stadtratskandidatin bisher für mich behalten.

Nun habe ich aber bei Smartvote eine interessante Entdeckung gemacht, die sich mit meiner Einschätzung deckt. Die grün-liberale Kandidatin ist zwar für mehr Ökologie. Wenig überraschend. Aber sie ist definitiv nicht liberal. Ihre Positionierung ist praktisch deckungsgleich mit EVP-Kandidat Richard Rabelbauer. Leicht links der Mitte. Und leicht konservativ (vgl. Bild). So viel zur politischen “Marktlücke” der grün-“liberalen”…

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8 Comments »

  • Balthasar, es verwundert mich doch schon sehr, dass auch Du als Philosophiebewanderter dem Smartvote-Fehler aufsitzt. Das Gegenteil von konservativ ist mitnichten liberal, sondern progressiv. Das Gegenteil von liberal wäre im übrigen autoritär bzw. in demokratischen Staaten eher staatsgläubig (ganz korrekt illiberal). In diesem Sinne hinkt Smartvote mit seinen Quadranten massiv an der Realität vorbei und Dein Argument natürlich auch. Wo die grünLIBERALE Marktlücke ist zeigt Dir die Analyse der Mittelpunkte der Parteien auf der Smartmap ( http://www.smartvote.ch/analysis_v/smartmap.php ). Angesicht der Smartmap müsste man vielmehr schliessen, dass es die Grünen eigentlich neben der SP und der AL völlig überflüssig sind. Alle linken Parteien sind ja praktisch deckungsgleich! Eigentlich logisch, wenn man Smartvotegrafiken als die politische Realität sieht, oder etwa doch nicht?

  • Werter Herr Glättli

    Von einer einzigen Person auf eine ganze Partei zu schliessen, ist sehr fahrlässig!

    Werfen Sie doch mal einen Blick bei smartvote auf die Analyse der Gemeinderatswahlen der Stadt Zürich (die 3 liberalsten Kandidaten sind alles Grünliberale!). Ähnliche Bilder zeigen sich bei den Nationalratswahlen, den Wahlen in der Stadt Bern, den Wahlen im Kanton Bern,…

    Weiter zeigt smartvote sehr schön auf, dass sich die Grünen inhaltlich kaum mehr von der SP unterscheiden (mit einigen wenigen Ausnahmen wie die Grünen im Kanton Genf oder die GFL in der Stadt Bern).

    Fazit: Zurzeit politisiert (auch gemäss smartvote) keine Partei so liberal wie die Grünliberalen!

  • @Peter Schlemihl aka ???
    Ich stimme Ihnen absolut zu, von einer einzigen Person auf eine Partei zu schliessen, ist nicht zulässig.
    Zulässig ist es allerdings aus meiner Sicht, von der Grünliberalen Stadtratskandidatin, die ja das von der Partei auserkorene “Zugpferd” und Aushängeschild ist, auf die Ziele der Partei zu schliessen.

    Ihr Versuch, durch den Hinweis auf drei Einzelkandidaten die Grünliberalen als “liberalste” Partei zu verkaufen, ist aber tatsächlisch irreführend…

    @Martin Luchsinger
    M.E. zeigt Deine Antwort (und die interne Diskussion darüber auf Deiner Facebookseite) nur, dass das “liberal” bei den Grünliberalen primär ein toller Marketinggag ist (neid, neid). Als Philosophiebewanderter weiss ich tatsächlich, dass sich unter diesem politischen Schlagwort viel Tolles – und da würde ich mich unbescheiden auch dazuzählen – und ebenso viel Schreckliches tummelt. Tja. An den Taten kann man sie messen. Vgl. die Kantonsratsfraktion der GLP. Eine Mischung zwischen SVP und FDP mit ökologischem Mäntelchen. Ich hoffe, wenn die GLP in den Gemeinderat kommt, zeige sie sich anders. Aber davon überzeugen muss mich erst noch das tatsächliche Verhalten… drum meine Empfehlung zur Sicherheit (Achtung, Zitat): Keine Experimente.

  • Werter Herr Glättli

    Hätten Sie meinen Kommentar richtig gelesen, hätten Sie festgestellt, dass ich meine Behauptung nicht auf 3 Einzelpersonen stütze sondern auf den Kandidaturen von 4 Parlamentswahlen.

    Fakt ist, dass die Grünliberalen auf smartvote bei allen erfassten Legislativ-Wahlen DURCHSCHNITTLICH den höchsten Wert auf der Liberal-Konservativ-Dimension aufweisen.

    Sinnbildlich hierfür sind die Werte der gewählten National- und Ständeräte der GLP. Alle weisen einen Wert zwischen +40 und +50 auf. Der Durchschnitt der Grünen Bundesparlamentarier liegt etwa bei +25.

    Oder bei den gewählten Stadträten in der Stadt Bern weisen die Grünliberalen eine Durchschnittswert von über +60 auf. Derjenige der Grünen liegt bei etwa +40.

    Ich kann beliebig weiterfahren, wenn Sie wünschen…

  • @Peter Schlemihl
    Lieber Herr Schlemihl

    interessant finde ich, dass Sie (offenbar ein Mitglieder der Grünliberalen resp. Verteidiger der These, die Grünliberalen seien “liberal”) nun durch die ganze Schweiz hindurch damit argumentieren, wo auf der Smartvote-Karte die grünliberalen Kandidaturen waren. Martin Luchsinger seinerseits, grünliberaler Kopräsident der Stadtpartei, hat in seinem Kommentar das Koordinatensystem von Smartvote resp. die Achse “liberal” grundsätzlich kritisiert…

    Die zwei Argumentationen sind aus meiner Sicht etwas widersprüchlich. Entweder haben Sie recht, und dann fragt man sich doch, weshalb die GLP eine Kandidatin als Aushängeschild für den Stadtrat nominiert, die so unliberal ist wie der EVP Kandidat. Oder dann hat Martin Luchsinger recht, und all ihre Argumente fallen in sich zusammen, weil Smartvote eine aus grünliberaler Sicht nicht zutreffende Benennung der Achse liberal-konservativ vorgenommen hat.

  • Werter Herr Glättli

    Ich stelle fest, dass Sie das Thema wechseln, da Ihnen offensichtlich die Argumente fehlen.

    Nur so nebenbei: Ich vertrete hier meine eigene Meinung und nicht diejenige von Herr Luchsinger oder irgendeiner Partei. Wenn Herr Luchsinger die smartmap kritisiert, dann ist das seine Sache. Ich persönlich halte die smartmap für ein geeignetes Instrument, um zu beurteilen, ob ein Kandidat/eine Partei liberal politisiert (Sie ja offensichtlich auch, sonst hätten Sie die smartmap ja nicht in Ihrem Artikel verwendet).

    Aber zurück zum eigentlichen Thema: Sind die Grünliberalen liberal? Ich habe anhand der smartmaps von verschiedensten Wahlen aufgezeigt, dass die Grünliberalen zurzeit klar die liberalste Partei sind. Sie scheinen dem nichts entgegenzusetzen zu haben (ausser eine Einzelkandidatin aus einer kommunalen Wahl).

  • @Peter Schlemihl

    Werter Herr Schlemihl

    ich wechsle nicht die Argumente, sondern gehe, im Gegensatz zu Ihnen, auf die ganze Diskussion ein, die mich deshalb interessant dünkt, weil der zweite Diskussionsteilnehmer, der mich ebenfalls, aber mit ganz andern Argumenten, kritisiert, nicht irgendwer ist, sondern eben der Ko-Präsident der GLP.

    Dass ich nicht bezweifle, dass sie ihre eigene Meinung vertreten, dürfen Sie getrost annehmen. Ich glaube kaum, dass eine Partei offiziell sich selbst in der gleichen Frage so offensichtlich widersprechen würde ;-)

    Ihre Aussage über die Positionen der gewählten NationalrätInnen und Stadträte in Bern ist eine Tatsachenfeststellung. Sie sprechen über die Position auf der Smartmap. Und ich stimme ihnen zu. Um gleich anzufügen: genau aus dieser Optik hat es mich (da schliesst sich der Kreis zum Ursprungsbeitrag) extrem verwundert, wie konservativ doch das Aushängeschild und einzige Stadtratskandidatin der Grünliberalen in der Stadt Zürich ist. ExekutivkandidatInnen sind nicht einfach irgendwer, sondern jede, gerade jede kleine Partei weiss, dass diese Kandidaturen einer der besten und einzigen Wege sind, ein Parteiprofil zu transportieren.

    Diese Stadtratskandidatin war – wenn sie meinen Beitrag genau lesen – mein Thema. Und dieser Aussage haben Sie nichts entgegenzusetzen.

  • Werter Herr Glättli

    Solange sich eine Partei nur betreffend der Aussagekraft der smartmap widerspricht… ;-).

    Ich habe nie bestritten, dass die Stadtratskandidatin eher am konservativen Rand der GLP politisiert.

    Ich stelle erfreut fest, dass Sie mit mir einverstanden sind, dass die Grünliberalen zurzeit die liberalste Partei sind.

    Zurück zum Ursprungsbeitrag: Ich stelle fest, dass Sie diesen offensichtlich selbst nicht so genau gelesen haben (oder nicht mehr genau wissen, was Sie geschrieben haben). Vielleicht lesen Sie nochmals den letzten Satz. Sie stellen da anhand einer einzigen Kandidatin die “Marktlücke” einer ganzen Partei in Frage.

    “Marktlücke” ist übrigens ein gutes Thema: Im Gegensatz zu den Grünen, die sich den gleichen “politischen Raum” mit der SP teilen, haben die Grünliberalen eine eigenen “politischen Raum” und betreiben somit eine eigenständige Politik. Das zeigt die smartmap (z.B. Gemeinderatswahlen Stadt Zürich) sehr schön auf.

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