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Tod bei Ausschaffung: Todesursache ungeklärt?

Eingereicht on 20.08.2010 – 12:42

Der Anwalt des bei seiner Ausschaffung verstorbenen Nigerianers glaubt nicht, dass der Mann an einer Herzkrankheit litt. Er fordert ein neues Gutachten.
via: Tagi-online

Am 17. März hätte der 29-jährige Nigerianer Joseph Ndukaku Chiakwa ausgeschafft werden sollen. Per Flugzeug von Zürich nach Lagos, Nigeria. Doch das Flugzeug, das kurz vor Mitternacht mit 16 nicht erwünschten Flüchtlingen hätte abheben sollen, startete nie. Chiakwa starb, bevor man ihn in den Flieger setzen konnte. Ende Juni hiess es in einer Medienmitteilung der Staatsanwaltschaft Zürich, die Todesursache sei geklärt:

Wie die aufwendigen rechtsmedizinischen Untersuchungen ergeben haben, bestand beim Verstorbenen eine schwerwiegende Vorerkrankung des Herzens. Diese war nicht bekannt und ist – so das Gutachten – bei Lebzeiten praktisch nicht diagnostizierbar.

Diese Herzerkrankung sei in Verbindung mit dem vorausgegangenen Hungerstreik (in den Chiakwa nicht – wie anfänglich von der Polizei behauptet – einige Tage, sondern mindestens einen Monat lang getreten war) und dem von den äusserst brutalen Ausschaffungsmethoden verursachten «akuten Erregungszustand» die Ursache für Chiakwas Tod in jener Nacht gewesen.

Jetzt ist Viktor Györffy, der Anwalt des verstorbenen Ausschaffungshäftlings, an die Medien gelangt und kritisiert das rechtsmedizinische Gutachten. Er liess das Gutachten von anderen Ärzten prüfen. Diese gelangen zum Schluss, dass die Diagnose Herzfehler «keineswegs gesichert ist».

Ausriss Medienmitteilung

Györffy hält das alte Gutachten für «mangelhaft» und schreibt, dass es «fachlich nicht überzeugt». Er verlangt deshalb ein neues Gutachten. Zudem zweifelt er an der Unabhängigkeit des IRM ZH (welches das Gutachten erstellt hat), da es in erster Linie für die Justiz des Kantons Zürich tätig sei. In diesem Fall gehe es aber gerade darum abzuklären, ob sich die Justizbehörden strafbar gemacht hätten …

Ich habe mich im Juni und im Juli eingehend mit dem Fall beschäftigt. Untenstehend drei Artikel zum Todesfall, die alle in der WOZ erschienen sind: