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Schlingensief ist tot, und El-P lebt

Eingereicht on 23.08.2010 – 13:44

Christoph Schlingensief ist tot, der FC St. Pauli hat in Freiburg 3:1 gewonnen, der Sommer ist verschwunden und der New Yorker Blade-Runner-Beat-Pionier El-P hat ein neues Album produziert («We are all going to burn in hell – Megamixxx 3»), und dann hat er auch noch ein Video gemacht. Und irgendwie dachte ich, dass dieses Video ganz gut zur Nachricht passt, dass der Schlingensief jetzt tot ist. Ich kann mich erinnern, dass ich damals, als ich nachts bekifft meinen alten Samsung-Fernseher einschaltete und scheinbar live seine Sendung Talk 2000 lief, die Welt nicht mehr verstand. Es war der erste Schlingensief-Kontakt. Udo Kier war auch da und sang, während ein Studiogast auf Schlingensief einprügelte, «Take the money and run». Und so weiter, und so fort. Und seither hat mich dieser Schlingensief nie mehr ganz losgelassen, den Hamlet sah ich dann zweimal, einmal, nach 9/11, im «Taliban-Remix», und das Publikum verstand seine kleine Zürcher-Schauspielhaus-Welt nicht mehr. «Time won’t tell» heisst das Stück von El-P, das also unser Nachruf auf den Mann ist, der, wie «Die Zeit» im Nachruf schreibt, «Schrecken verbreitete, aber keine Angst». Dass El-Ps neues Album im Titel den Ausruf trägt, dass wir alle irgendwann zur Hölle fahren werden, ist bloss einer dieser vielen Zufälle, die uns manchmal verwirren, so wie Schlingensief es immer wieder tat.