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«Too big to fail» – Die Erpressung funktioniert offenbar auch im Lokalen

Eingereicht on 25.08.2010 – 11:31

Als der FC St. Gallen ein neues Stadion plante, war einer der Hauptstreitpunkte: Braucht es eine Mantelnutzung? Warum kann, soll es kein reines Fussballstadion sein? Weil letzteres finanziell nicht funktioniere, hiess es. Jetzt steht ersteres vor der Pleite, der Staat soll einspringen, obwohl den Stadionbetreibern damals Land im Wert von 14 Millionen Franken geschenkt worden war. Heisst Private-Public-Partnership in diesem Fall, dass der Staat Projekte, die lokalpolitisch «Too Big to fail» sind, künstlich mit Steuergeldern am Leben hält, wenn es mal nicht läuft – aber wenn es finanziell (wieder) läuft, sich einige private Lokalmatadore Millionen in die eigenen Taschen schaufeln?

Vor zwei Wochen machte dieser Blog publik, dass die Betriebs AG des FC St. Gallen finanziell in massiven Schwierigkeiten steckt. Dies, obwohl es seit Jahren geheissen hatte, mit dem neuen Stadion werde alles gut, es brauche dann keine weiteren Millionen-Geschenke der öffentlichen Hand mehr. Der Blog-Bericht löste ein gewaltiges Medienecho aus. Am Dienstag nun verkündete die St. Galler Staatskanzlei: «Wie in den vergangenen Wochen berichtet wurde, kämpfen die drei AFG-Arena-Gesellschaften (Stadion St. Gallen AG, FC St. Gallen AG und Betriebs AG AFG Arena) mit akuten Finanzproblemen.» Im Schreiben heisst es, dass am Donnerstag um 10 Uhr wir im Hofkeller des Regierungsgebäudes in St. Gallen informiert wird, wie der Kanton und die Stadt nun gedenken, den Privaten unter die Hände zu greifen – und wie schlimm die Situation wirklich ist. Dass es für die öffentliche Hand gar keine andere Möglichkeit gebe, als einzuspringen, meint Professor Helmut Dietl heute Mittwoch im Interview mit dem St.Galler Tagblatt: «Der FC St. Gallen ist politisch too big to fail».

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