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Immer mehr Autos – was nun?

Eingereicht on 07.02.2012 – 21:36 3 Comments

Das Bundesamt für Statistik (BFS) hat am 7. Februar 2012 gemeldet, dass noch nie in einem Jahr so viele neue Motorfahrzeuge zugelassen wurden wie 2011: rund 420’900. Mehr denn je braucht es griffige Massnahmen, um den MIV in den Griff zu kriegen. Im 10vor10 habe ich plakativ formuliert: Eine Möglichkeit wäre eine deutliche Erhöhung des Benzinpreises. Die Einnahmen könnten sozial verträglich pro Kopf zurückerstattet werden.


[UPDATE 8.2.2012] Einige Klarstellungen vorab, weil die Kurzausschnitte im 10vor10 vom  7. Februar sonst falsch interpretiert werden könnten, weil sie dort in einen aus meiner Sicht unstimmigen Kontext gestellt wurden:

  1. Das Problem ist aus meiner Sicht nicht der Stau. Das Problem sind die ständig steigende Zahl gefahrener Autokilometer mit den bekannten Folgen Lärm und Luftverschmutzung – und Verbrauch der letzten Erdölvorräte. Und das Problem ist, dass in der Schweiz im Vergleich zum Ausland weiterhin “Schluckspecht”-Autos gekauft werden: Wagen, die schwer sind und verhältnissmässig viel Benzin brauchen.
  2. Die Lösung ist darum nicht der Bau neuer Strassen, ob ein-, zwei-, oder dreistöckig, ob mit Autobahnvignette oder mit höheren Benzinpreisen finanziert.
  3. Darum müsste eine Benzinpreiserhöhung zumindest grösstenteils im Sinne einer Lenkungsabgabe ausgestaltet werden. Die Zusatz-Einnahmen durch eine Benzinpreiserhöhung sollten also – wie dies bei der CO2 Abgabe geschieht – pro Kopf an die Bevölkerung zurückerstattet werden. Das ist sozial verträglich und fair und kompensiert auch für höhere Produktepreise.

[ENDE UPDATE]

Wir fahren mehr und mehr und mehr…

Wer die Statistik anschaut, erkennt, dass die Verkehrsleistung das Bevölkerungswachstum deutlich übersteigt, auch wenn die Tagesschau dies anders antextet:

Tagesschau vom 07.02.2012

Für den momentanen Autoneukauf-Boom mag tatsächlich der günstige Preis dank des starken Frankens ausschlaggebend sein. Unabhängig vom Wechselkurs ist allerdings ein anderer Trend: wir verändern unser Mobilitätsverhalten deutlich Richtung Mehrverkehr. Das zeigt die Statistik.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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3 Comments »

  • Theo Schmidt sagt:

    Vielen Dank für die Info. Ich sehe das genau so. Es wird zu viel mit zu schweren Autos zu schnell und zu gefährlich gefahren. Das mächtige Auto- und Werbegewerbe überzieht die Schweiz mit Autopropaganda, so dass auch die Redaktionen der Medien sich gegen die Autoauswüchse kaum mehr wehren, im Gegenteil.
    Unsere Verwaltungen tun das übrige durch die Bewilligung von zu vielen Parkplätzen und den Bau von immer mehr Strassen und dem Ausbau der bestehenden.
    Die Probleme sind zwar erkannt, aber wirkliche Besserung dürfte nur mit grünen Mehrheiten erfolgen.

  • Matti sagt:

    Hatten wir doch schon mal in den 90ern: 5 DM in Deutschland auch von den Grünen zur Debatte lanciert. Jetzt ist der Preis fast schon dort, aber dortzumal ein extremer Angriffspunkt auf die Grünen. Das wirst Du auch 20 Jahre danach ernten.

    Der Ölpreis war immer ein politischer Preis, er hat nur in kurzfristigen Schwankungen Markteinfluss, strategisch aber ist es ein “derzeit” militärisch gesichertes Gut. Der marktwirtschaftliche Preis würde sich weit über 5 Franken bewegen, da bin ich überzeugt. Der ökologische Preis ist sowieso nicht zu zahlen.

    Zuletzt finde ich die Debatte unrealistisch. Damit gewinn man keinen Blumentopf. Ich fände es viel wichtiger, dass die Schweiz ein hartes, aber realistisches Szenario entwickelt, bis zu dem Zeitpunkt, wo wir 0% Öl, Gas und Kohle importieren und trotzdem den Komfort des heutigen Leben führen können. Neben dem Atomausstieg, müssen wir auch den Öl, Gas, und Kohleausstieg angehen und als Grüne fordern. Technisch schon heute möglich, die Umsetzung wird uns viel Kraft kosten, aber auch viel Arbeitsplätze besorgen. Und wir sparen verdammt viel Geld, die Schweiz gibt für Treibstoffeinkäufe jährlich mehrere Milliarden aus.

    Ich bin überzeugt, dass wir mit Einsparungen in diesem Bereich indirekt mit Zins- und Zinseszins die nötigen Investitionen tilgen können.

    Aber als Grüne haben wir eher die Schlagkraft um rote Velostreifen zu machen, was ich eine gute pragmatische Idee finde. Grossangelegte Visionen, wie 0% Atom, Gas, Kohle oder Öl sind noch nicht fällig, obwohl die Schweizer seit 1291 von 720 Jahren nur ca. 150 Jahre überhaupt eines dieser Rohstoffe hatten.

  • Hutter sagt:

    Sehr geistreich….

    Ich, wie auch tausende andere, bin beruflich darauf angewiesen, das ich Termingerecht bei den Kunden erscheine. Wie bitte stellt Ihr Grünen auch das vor?
    Etwa mit dem Zug dorthin wo es keine Schienen gibt. Fern von jeglicher Realität….
    Aber wenn ich natürlich nur zwischen Bern Bundeshaus und Wohnort pendle dann passt das schon…..

    Ausstieg aus dem Atomstrom? Ok… aber sobald irgendwo ein Flusskraftwek gebaut weden soll stehen gleich die selben Grünen wieder da und erheben Einsprache….
    Was soll denn das.

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